Wann der Kalkabbau in unserer Region begann ist nicht überlifert. Es gibt aber Anzeichen, dass schon im Jahre 1162 beim Bau des Klosters Altzella das Kalkvorkommen genutzt wurde. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1570. Damals wurde der Kalk als Baumaterial zum Bau der Augustusburg durch Kurfürst August von Sachsen eingesetzt. Während des 30-jährigen Krieges von 1618 - 1648 war der Abbau unterbrochen, bevor 1674 zur Wiederaufnahme des Bergbaus kam. Alte Chroniken berichten, dass 1721 mehrere Kalköfen in Kaltofen und zwei in Berbersdorf in Betrieb waren. 1897 ist der Kalkbergbau erloschen, Reste eines alten Kalkofens sind noch heute sichtbar, und in einem der letzten Brennhäuser befindet sich die heutige Gaststätte "Waldhaus Kalkbrüche". Die noch vorhandenen Restlöcher und die umfangreichen Halden lassen die Ausmaße des Abbaugebietes erahnen. Ein nachhaltiges Ergebnis ist die Ansiedlung seltener Planzen, wie z.B. Leberblümchen und Frühlingsplatterbse, die in jedem Frühjahr den Besucher erfreuen.
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